Für eine gesunde, achtsame vorweihnachtszeit
Die Zeit vor Weihnachten ist für viele Menschen eine schöne, aber auch ambivalente Phase: Einerseits genießen wir Weihnachtsmärkte, funkelnde Lichter und das Zusammenkommen – andererseits kann das Jahresende sowohl privat, als auch beruflich sehr intensiv sein. In Unternehmen müssen Projekte noch abgeschlossen, Jahreszahlen aufbereitet und zahlreiche Jahresendspurt To-Dos erledigt werden. Im Privaten steigt der Mental Load: Geschenke, Weihnachtspläne, Schulferien… Teams wie Führungskräfte spüren gleichermaßen, dass der Stresspegel in dieser Zeit bei vielen Mitarbeitenden hoch ist.
Gerade in dieser dichten Phase zeigt sich, wie wichtig Resilienz ist: Die Fähigkeit, auch bei Belastung stabil, klar und handlungsfähig zu bleiben. Ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann genau hier ansetzen und Mitarbeitende stärken.
Warum die Vorweihnachtszeit besonders herausfordernd ist
Es gibt verschiedene Faktoren, die das Stressempfinden in der Vorweihnachtszeit beeinflussen können. Dazu gehören:
- Hohe Arbeitslast durch Abschlussprojekte
- Erwartungen (eigene & von außen) rund um „perfekte“ Feiertage
- Wenig Pausen zwischen Terminen
- Lichtmangel und sinkende Energiereserven
- Sozialer Druck durch mehr Zusammenkommen, Einladungen, Weihnachtsfeiern etc.
Die Kombination dieser verschiedenen Ansprüche kann schneller zu Erschöpfung, Reizbarkeit und dem Gefühl, „hinterherzulaufen“ führen. Resilienz hilft an dieser Stelle, um wieder in die eigene Balance zu finden.
Achtsame Strategien für mehr Resilienz im Vorweihnachtsstress
Mikropausen etablieren
Schon 60–90 Sekunden bewusster Entspannung können helfen, um das Nervensystem zu regulieren.
Nutzen Sie die Zeit beispielsweise für drei tiefe Atemzüge, einen kurzen Blick aus dem Fenster oder das aktive Lockern der Schultern. Solche kurzen Routinen lassen sich auch super im Team etablieren und sorgen so gemeinsam für frischen Wind während eines längeren Meetings oder zwischen Fokus-Phasen.
Prioritäten realistisch setzen
Nicht alles ist gleich wichtig. Menschen, die Ihre Resilienz aufrechterhalten wollen, sollten sich daher folgende Fragen regelmäßig stellen:
- Was hat heute wirklich Priorität?
- Was kann delegiert werden?
- Was darf ins neue Jahr verschoben werden?
An dieser Stelle ist auch Aufgabe der Führungskräfte, realistische Erwartungen zu kommunizieren.
Grenzen anerkennen und wertschätzend benennen
Gerade im Dezember steigt das Risiko, zu viel anzunehmen. Viele Menschen wollen allem und allen gerecht werden und sowohl private als auch berufliche Erwartungshaltungen gleichzeitig erfüllen.
Klare Formulierungen wie „Ich kann das übernehmen, aber erst morgen Nachmittag“ oder „Ich kann gerne den einen Part übernehmen, wenn jemand anderes sich um den Rest kümmert.“ sorgen für Transparenz, schützen die Energie und stärken eine vertrauensvolle Teamkultur.
Rituale für mehr Ruhe und Verbindung
Resilienz entsteht durch soziale Unterstützung: Gemeinsame Reflexionsrunden, kleine Dankbarkeitsmomente im Team oder ein wöchentliches „5‑Minuten-Check-in“ fördern Zusammenhalt und emotionale Stabilität.
Selbstfürsorge ohne Perfektionismus
Bewegung, ausreichend Schlaf, frische Luft und ein ausgewogenes Essen – alles einfach, aber gerade im Stress schwer umzusetzen. Perfektion ist nicht nötig: Jeder kleine Schritt zählt.
Resilienz-Boost durch BGM: Angebote, die im Dezember besonders wirken
Unternehmen können Mitarbeitende mit gezielten Maßnahmen stärken:
- Kurzworkshops zu Stressregulation (z. B. Atemtechniken, Achtsamkeit, Embodiment)
- Coaching & Beratung für individuelle Belastungen
- Gesundheitspausen oder digitale Mini-Impulse
- Führungskräftetraining zu realistischer Zielplanung & wertschätzender Kommunikation
- Jahresabschluss-Formate, die Ressourcen würdigen statt nur Kennzahlen
Solche Maßnahmen zeigen Wertschätzung – ein entscheidender Faktor für die psychologische Resilienz.
Realistische Neujahrsziele statt überfordernder Vorsätze
Für viele Menschen entsteht im Dezember ein besonderer Druck durch den bevorstehenden Jahreswechsel. Überall liest man etwas über „Neues Jahr, neues Ich“, gute Vorsätze und den Wunsch nach einem Neuanfang im Januar. Es kann gut tun, diese Phase zur Selbstreflexion zu nutzen, Potenziale ausfindig zu machen und sich zu überlegen, welche Veränderungen einem im neuen Jahr nutzen würden. Bei zu hoher Erwartungshaltung kann aber schnell innerer Druck entstehen oder die Chance steigen, dass die Vorsätze scheitern. Resilienz bedeutet auch, Ziele realistisch und erreichbar zu gestalten.
Hier ein gesundheitsfördernder Ansatz:
1. realistische Ziele
Statt „Ich möchte mehr Sport treiben“, sollte der Vorsatz lieber lauten: „Ich möchte mich zweimal pro Woche für mindestens 15 Minuten bewegen.“
2. Konkretheit
Was? Wann? Wie? Womit? Setzen Sie sich konkrete, messbare Ziele.
3. Das Warum kennen
Intrinsische Motivation erhöht die Umsetzung – zum Beispiel „Ich möchte fit für den Wanderurlaub im Sommer werden“ oder „Ich möchte mich gesünder ernähren, um weniger anfällig für Krankheiten zu sein“.
4. Feedback & Unterstützung
Buddy-Systeme, BGM-Programme oder Team-Challenges können helfen, um Vorsätze wirklich durchzuhalten. So können Sie sich gegenseitig pushen.
5. Fehlerfreundlichkeit
Aussetzer sind normal – Resilienz bedeutet, trotzdem weiterzumachen.
Indem Sie konkret, aber dennoch mit Nachsicht und Empathie an Ihre Ziele herangehen, wird der Jahresbeginn nicht zu einer neuen Belastung, sondern zu einer echten Chance.
Ein achtsamer Jahresabschluss stärkt Unternehmen nachhaltig
Wer im Dezember bewusst auf Resilienz setzt, sorgt dafür, dass Teams nicht erschöpft in die Feiertage gehen, sondern erholt, wertgeschätzt und motiviert ins neue Jahr starten. Ein wirksames BGM kann diesen Prozess aktiv unterstützen – mit Maßnahmen, die Stress reduzieren, Ressourcen stärken und realistische Ziele fördern.
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