Auf die Plätze, Heimat, los! Sommer, Sonne und Bewegungsoffensiven nah vor der Haustür

Von |2019-08-27T09:52:52+00:0025 Jul, 2019|Bewegung und Ergonomie, Gesundheitsmanagement|
Auf die Plätze, Heimat, los! Sommer, Sonne und Bewegungsoffensiven nah vor der Haustür
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Auch im Sommer gilt unabhängig von hohen Temperaturen oder Ozonwerten: Ein Trainingsprogramm am Tag ist besser als keins. Mit unseren Inspirationen für ein bewegtes Leben können ab jetzt auch vermeintlich lange Wege vor oder nach der Arbeit nicht mehr als Ausrede für Bewegungslosigkeit dienen. Also: Auf die Plätze, Heimat, los!

Neues Verleihkonzept: Fitnesstraining unter Deutschlands freiem Himmel

Wenn ein Sportwissenschaftler, ein Tiefbautechniker und ein Innovationsmanager auf einem Basketballplatz zusammentreffen und das spontane Spiel ausfallen muss, weil nirgends ein Ball zu bekommen ist, kommt bei Philipp Gießelmann, Timo Wozniak und Leon van Dijk die SportBox `raus – eine Verleihstation für Fitnesstrainingsequipment. Zwei Jahre lang haben die Drei für die Entwicklung des Komplettsystems gebraucht. Statt Mannschaftssport haben sie sich auf Fitness für Einzel- und Gruppentrainings fokussiert.  So können Gewichte, Gummibänder oder Medizinbälle per eigens entwickelter App aus der Verleihstation entliehen werden – zum Beispiel mitten im Stadtpark. Ein Trainer kann nach Unternehmerangaben auf diese Art bis zu 15 bis 20 Schützlinge mit entsprechendem Equipment betreuen. Auch ohne sportliche Aufsicht können Einzelkämpfer so außerhalb des Fitnessstudios ihr Outdoortraining absolvieren. Gießelmann: „Auf der App haben wir Übungsanleitungen in Form von Workout-Videos hinterlegt, mit der SportBox-Nutzer auch alleinverantwortlich trainieren können.“ Die Station ist per App zu öffnen und ganzheitliches Training so unter freiem Himmel möglich.




Kosten und Konzepte

  • Eine Verleihstunde kostet den einzelnen Sportler aktuell pro Verleih-Session 3,99 Euro, pro Monat 12,99 Euro – ohne Vertragslaufzeit. Ab 2020 soll das Angebot laut Unternehmerangaben kostenfrei sein.
  • Bislang gibt es die SportBox in Marburg, Lahntal, Garching (München) sowie in Mannheim. Ein großes Unternehmen nutzt die Box nach Unternehmerangaben mittlerweile für die Betriebliche Gesundheitsförderung. In Mannheim wird die Box auch für „Sport-im-Park“ genutzt.



Natürlich: Sport und Bewegung im Park und in der Natur

Städtische Grünflächen dienen schon heute weiten Teilen der Bevölkerung als wohnungsnahe Sport- und Bewegungsräume.  Für Outdoor-Sport rückt die Natur als Sportraum zunehmend in den Fokus. Sport in städtischen Naturräumen steht zudem für Naturerfahrung im unmittelbaren eigenen Lebensumfeld. Und genau hier setzen die Park-Sport-Konzepte an:  Fit im Park, Sport im Park oder ParkSport – in zahlreichen Städten in Deutschland stehen diese Begriffe für das gleiche erfolgreiche Konzept – ein

  • niederschwelliges,
  • meist kostenfreies und
  • qualifiziertes Sport- und Bewegungsangebot unter freiem Himmel.

Angebote wie Tai Chi, Yoga, Parkour oder Bootcamps erfüllen zugleich auch wichtige gesundheitliche und soziale Funktionen. Christian Siegel, Ressortleiter „Sportstätten und Umwelt“ des Deutschen Olympischen Sportbunds DOSB, sieht die steigenden Einwohnerzahlen, den hohen Bedarf an Wohnungsbauflächen und die zunehmende Nachfrage nach Sport und Bewegung in der Natur auch für ein Mehr an Lebensqualität in der Stadt: „Bei der Grün- und Freiraumplanung als Teil einer integrierten  Stadtentwicklung  sind  daher  neue  Kooperationen  zwischen  Sport,  Gesundheit  und  Stadtplanung  unerlässlich.  Sportvereine und -verbände können hierbei wichtige Partner sein.“ Aus einer Veröffentlichung des Bundesverbandes für Wohnen Stadtentwicklung e.V. VHW geht hervor, dass 67 Prozent der Sportler ihren Sport selbstorganisiert betreiben. 22 Prozent sind demnach in einem der mehr als 90.0000 Vereine organisiert*.



Kunstbaden: Tanzen und Schwimmen rund ums Grugabad in Essen

Bewegung kommt auch mit musikalischem und künstlerischem Kontext in die Heimat. In Essen kommt Schwung mit Swing und Tango in die Stadt und unters Volk, und zwar unterm Sternenhimmel und direkt am Wasser. Mitten im Ruhrgebiet ist das innerhalb der Reihe KUNSTBADEN in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Essen sowie den Sport- & Bäderbetrieben Essen und unter der künstlerischen Leitung von Jelena Ivanovic möglich. Ziel ist dabei, das denkmalgeschützte Grugabad Essen in anderem Kontext wahrzunehmen.

So sind es zum Beispiel Rhythmen aus Amerika und Argentinien, die Inspirationen für das sportlich-tänzerische Programm geben:

Swing Dance Night

Am Freitag, den 16. August 2019, geht es von 19 bis 24 Uhr schwungvoll mit Lindy Hop, Charleston, Collegiate Shag, Balboa sowie weiteren Tänzen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Tanzfläche im Grugabad. Die Lindy Potters kommen, performen und laden zum Social-Dance rund ums Grugabad.
Um 19 Uhr bieten erfahrene Swing-Tanzlehrer eine kostenfreie Schnupperstunde. Danach legen sie verschiedene Tänze aufs Parkett.

  • Eintritt: Lindy Hop Night ab 20 bis 24 Uhr. Tickets 8 Euro/ermäßigt 5 Euro
  • Schnupperstunde 19 bis 20 Uhr
  • Von 18 bis 20 Uhr können Besucher mit der Eintrittskarte zwei Stunden lang schwimmen gehen.

Tango Nacht

„Tango – ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“ – so heißt das Motto am Samstag, den 17. August 2019. Bei der Tango Nacht von 19 bis 24 Uhr kommen zum dritten Mal Tangofans von nah und fern ins Grugabad. Ein internationaler DJ wird das Bad in die atmosphärischen Klänge des Tango Argentino tauchen und eine kleine Tangopräsentation den Abend abrunden. Für alle Tangoneulinge wird von 19 bis 20 Uhr eine kostenlose Schnupperstunde angeboten.

  • Tickets 8 Euro/ ermäßigt 5 Euro
  • Von 18 bis 20 Uhr können Besucher mit der Eintrittskarte zwei Stunden lang schwimmen gehen.
Weitere Informationen zu KUNSTBADEN finden Sie zum Beispiel auf FACEBOOK
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Ich heiße Wibke Roth. Und ich arbeite am liebsten schreibend und schwitzend – in die Tasten hauend und als Fitness-Trainerin. Man könnte auch schreiben: Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich andere in Bewegung bringe, erlebe ich sie. Meistens bewege ich mich übrigens mit. Ich kann nicht anders. Manchmal gerate ich jedoch auch beim Schreiben ins Schwitzen: je nach Temperatur, Thema und Terminfrist. Wenn mein Sportsgeist außer Atem kommt, haue ich auch gerne einfach `mal ab – in die Berge, ans Meer oder in den Wald. Wenn davon nichts in Sicht ist, haue ich mich einfach aufs Ohr. Das ist sehr gesund und besser als draufloszuhauen – also wild schreiend; dann doch lieber schreibend in die Tasten.

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