Neue Erkenntnisse über Pflegende Angehörige:
Unterstützung?! – Und zwar Jetzt!

Neue Erkenntnisse über Pflegende Angehörige:
Unterstützung?! – Und zwar Jetzt!
5 (100%) 2 vote[s]

In Deutschland sind rund 2,5 Millionen Menschen für die Pflege ihrer Angehörigen verantwortlich. Der Pflegereport der Barmer greift in einer repräsentativen Studie das Themenfeld „Gesundheit und Pflegende Angehörige“ mit bedenklichen Ergebnissen auf. Deutlich wurde, dass die sogenannten Hauptpflegepersonen mit vielfältigen Belastungen zu kämpfen haben: 85 Prozent berichten davon, dass ihr tägliches Leben von der Pflege bestimmt wird. Die Pflegetätigkeit reicht von der Medikamentenversorgung, der Unterstützung beim Essen, der Körperpflege sowie der Mobilität über emotionale, psychische und soziale Unterstützung bis hin zu diversen anderen Aufgaben. Die Arbeiten gehen in vielen Fällen mit Beeinträchtigungen einher: nahezu 40 Prozent der Angehörigen berichten von Schlafmangel, dem Gefühl in der Rolle als Pflegende/-r gefangen zu sein (30 Prozent) und dem Empfinden, dass die Pflege zu anstrengend sei (20 Prozent). Auch gesundheitliche Belastungen sind die Folge: 39,9 Prozent der Pflegepersonen empfinden ihre eigene Gesundheit als eher schlecht, die Lebensqualität verschlechtert sich (46,7 Prozent) und verschiedene körperliche Beeinträchtigungen (z.B. Rückenbeschwerden, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen) treten in einer Vielzahl von Fällen auf.

Pflege und Berufstätigkeit

Die Pflege der Angehörigen gleicht häufig einem Fulltime-Job. In mehr als der Hälfte der Fälle kümmern sich die Angehörigen mehr als 12 Stunden täglich um die Pflegebedürftigen. Vielfach ist eine Vollzeitbeschäftigung folglich undenkbar. Lediglich 8,4 Prozent der Pflegenden arbeiten mehr als 30 Stunden. Der überwiegende Teil geht keiner Erwerbstätigkeit nach (65,3 Prozent) und in einem Viertel der Fälle haben die Hauptpflegepersonen ihre Arbeitszeit aufgrund der Pflege reduziert. Im Barmer-Pflegereport 2018 wurden der Bedarf und der Wunsch nach Hilfe deutlich. Eine Vielzahl der Unterstützungsangebote, wie Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie Haushaltshilfen, werden als überwiegend positiv bewertet, allerdings in den meisten Fällen nicht genutzt. Einer der Hauptursachen für die Nicht-Inanspruchnahme von Unterstützungsleistung ist die fehlende Kenntnis über die entsprechenden Leistungen oder aber auch der damit verbundene bürokratische Aufwand.

 

Pflegekurse der Team Gesundheit GmbH

Team Gesundheit setzt mit verschiedenen Pflegekursen, die bereits teilweise durch den Demografie Exzellenz Award preisgekrönt wurden, an die Zielgruppe der Pflegenden Angehörigen an.

Pflegekurs “Und was jetzt? Herausforderung: Wenn Eltern alt werden”

Das Seminar stellt den Umgang mit “älter werdenden Eltern” und der eigenen veränderten Rolle in den Mittelpunkt. Es liefert einen Anstoß, sich bewusst mit den Herausforderungen einer möglichen Pflegesituation auseinanderzusetzen, um für sich an Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen. Die Teilnehmenden werden sensibilisiert, wie sie in einer solchen Fürsorgesituation auch achtsam mit sich selbst umgehen und die eigenen Ressourcen stärken können.

Pflegekurs “Wenn Angehörige alt sind: Selbstbestimmtes Leben trotz Herausforderung Pflege”

Das Seminar bietet neben Basisinformationen über die gesetzlichen Handlungsmöglichkeiten einen Raum zum Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden können Lösungsideen für ihre individuelle Situation und ihre pflegebedingten Belastungen erarbeiten, sich mit der eigenen Selbstfürsorge sowie mit Ausgleichsmöglichkeiten beschäftigen. Der Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit dem persönlichen Stress- und Ressourcenmanagement.

Pflegekurs Aggression und Erschöpfung – gemeinsame Wege finden

Das Seminar greift das sensible Thema „Gewalt und Pflege“ auf. Neben Basisinformationen können die Teilnehmenden aktiv an Lösungsideen für ihre individuelle Situation und Konflikte arbeiten. Sie lernen unterschiedliche Kommunikationstypen kennen und Ursachen, Auslöser und Motive von (aggressiven) Verhaltensweisen. Das Ziel ist es das Erkennen und Erfragen von Gefühlen und Bedürfnissen sowie das Anerkennen, dass Bedürfnisse sich nicht verbieten oder anordnen lassen.

Möchten auch Sie einen Pflegekurs Ihren Arbeitnehmer/-innen oder Versicherten anbieten?

Bei Interesse, weiterführenden Fragen oder Anregungen zur Durchführung von Pflegeseminaren melden Sie sich gerne. Wir beraten Sie ausführlich und individuell! Wir beraten Sie gerne zu den einzelnen Pflegekursen und Ihren Möglichkeiten: Team Gesundheit Gesellschaft für Gesundheitsmanagement mbH Telefon: 0201/8 90 70 – 200 Mail: service@nullteamgesundheit.de Web: teamgesundheit.de
Mein Name ist Maren Hartmann und mein Motto lautet: Verbinde das Angenehme mit dem Nützlichen. Und das Nützliche mit Spaß.
Sport? Mache ich! Sehr gern sogar. Also, ab an die Uni für ein Sportstudium. Shoppen? Kann ich! Sehr gut sogar. Also, einfach noch einmal an die Uni für ein weiteres Studium – diesmal: Salesmanagement. Und, da ich mich auch noch als ein nachhaltiges Konsumopfer eines großen Online-Händlers betiteln darf (keine Werbung, weil keine Markennennung), führt mein Werdegang nach dem Studium in die Forschung. Hier analysiere ich das Verhalten von gleichgesinnten Online-Einkäufern.
Seit 2013 arbeite ich bei der Team Gesundheit GmbH – wo sich dieses Wissens-Potpourri auch beruflich vereinen lässt. Das Angenehme lässt sich mit dem Nützlichen verbinden. Und um meinem Motto stets treu zu bleiben, durfte auch der Spaßfaktor nicht fehlen. Eine Idee musste her, die all meine Expertisen vereint: ein Blog! Dieser Blog! Hier werde ich mein Wissen künftig in fachlichen Artikeln zu Sport und Bewegung, Erkenntnissen zu – teils fragwürdigem – menschlichen Verhalten und zu guter Letzt – mindestens aus meiner Sicht – sehr unterhaltsamen, nicht ganz ernst gemeinten Schriftwerken teilen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar