Erster Präventionsbericht der Nationalen Präventionskonferenz veröffentlicht

Was ist die Nationale Präventionskonferenz?

Die Nationale Präventionskonferenz (kurz: NPK) wurde mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) im Jahr 2015 eingerichtet. Träger sind die gesetzlichen Sozialversicherungen, vertreten durch ihre Spitzenorganisationen. Mit ihrer Einrichtung hat die NPK den gesetzlichen Auftrag erhalten, eine nationale Präventionsstrategie zu entwickeln und fortzuschreiben (§20d SGB V). Ein wichtiger Bestandteil dieses Auftrags ist die Vereinbarung von Bundesrahmenempfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in inner- und außerbetrieblichen Lebenswelten. Der Ende Juni veröffentlichte Präventionsbericht ist ein weiteres zentrales Element dieser Strategie. Der Präventionsbericht erscheint künftig alle vier Jahre und muss gemäß §20d Abs. 4 SGB V bestimmte inhaltliche Aspekte umfassen (z. B. Erfahrungen mit der Zusammenarbeit bei der Durchführung von Leistungen). In diesem Beitrag sollen ausgewählte Schwerpunkte dieses ersten Berichts vorgestellt werden.

Erfahrungen mit der Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie

Die an der NPK beteiligten Institutionen haben 2017 über 1,8 Milliarden Euro zur Durchführung folgender Leistungen aufgewendet:

  • Aktivitäten im Sinne der in den Bundesrahmenempfehlungen formulierten Ziele „Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten, Gesund im Alter“ sowie
  • Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention.

Auch die inhaltliche Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie wurde unter anderem anhand dieser formulierten Ziele überprüft. Bei dem Ziel „Gesund aufwachsen“ zeigte die Online-Erhebung für das Jahr 2017, dass sich die Maßnahmen vor allem an Kinder im Schulalter bzw. in der Ausbildung, Kinder und deren Eltern in der Kitaphase sowie werdende und junge Familien richtete. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Aktivitäten waren die Vermittlung von Gesundheitskompetenz sowie die Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung. Das Engagement zum Ziel „Gesund leben und arbeiten“ fand primär innerhalb der Zielgruppe der Beschäftigten statt. Der inhaltliche Fokus lag hier auf der Vermittlung von Gesundheitskompetenz, der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie der Prävention bzw. Reduzierung von Suchtmittelkonsum. Aktivitäten des Ziels „Gesund im Alter“ richteten sich einerseits an Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen und andererseits an Personen in der Kommune nach ihrer Erwerbstätigkeit. Ehrenamtlich Tätige wurden ebenfalls adressiert. Häufige Themen waren der Online-Erhebung zufolge die Förderung von Bewegung, die Stärkung von psychischen Ressourcen und Resilienz sowie die Förderung kognitiver Leistungen. Bei allen drei Zielen variierte die Anzahl der erreichten Personen aufgrund der unterschiedlichen Aktivitäten stark. So handelte es sich teilweise um Maßnahmen in einzelnen Schulen oder Betrieben, teilweise handelte es sich um bundesweite Kampagnen.

Dem Präventionsbericht zufolge sind diese Ergebnisse jedoch mit gewissen Einschränkungen zu interpretieren. Dies wird begründet durch die Heterogenität der Studienpopulation und der unterschiedlichen Rücklaufquoten einzelner Akteure.

Fazit des ersten Präventionsberichtes

In Gesamtbetrachtung des ersten Präventionsberichtes der NPK lässt sich festhalten, dass sich der Ausbau von Prävention, Gesundheits-, Sicherheits- und Teilhabeförderung in Deutschland mit der nationalen Präventionsstrategie auf einem guten Weg befindet. Nachdem es bereits gelungen ist, tragfähige Strukturen und koordinierte Prozesse zu erarbeiten, rückt nun zunehmend die Weiterentwicklung von Aktivitäten in den Fokus. In diesem Zusammenhang zeigt der veröffentlichte Präventionsbericht bereits Perspektiven auf, wie die nationale Präventionsstrategie und die Aktivitäten weiterentwickelt werden können.

Weitere Informationen
Den aktuellen Präventionsbericht können Sie unter anderem >hier< einsehen.

Hallo, mein Name ist Chris. Eigentlich Christian, aber nur meine Eltern nennen mich so. Insbesondere dann, wenn ich etwas angestellt habe. Angestellt habe ich mich oft in der Mensa, als ich Betriebswirtschaft studiert habe. Meine Kernkompetenz liegt (noch) nicht im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, sondern im Social Media-Management. Ich habe es zwar nicht studiert, aber schon sehr früh – da gab es gerade StudiVZ – eine Affinität für die Welt der sozialen Netzwerke entwickelt. Privat wie beruflich finde ich alles, was mit Social Media zu tun hat, interessant. Nur vielleicht nicht Snapchat. Dafür fühle ich mich dann doch etwas zu alt. Das Handwerk dazu lernte ich in einer Essener Social Media-Agentur und nach ein paar Jahren zog es mich zum Team. Hier kümmere ich mich nun um Facebook, Instagram, LinkedIn, Xing und was sonst noch so im Social Web anfällt.
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