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#flattenthecurve (auch) durch Homeoffice: Was bringt die Heimarbeit dem Menschen noch?

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Die digitale Technik hilft der Gesell­schaft gerade, sich ins Homeof­fice zu begeben. Die Ausbrei­tung des Corona­vi­rus soll so verlang­samt werden. Doch was bringt das Arbeiten daheim sonst noch mit sich?

Das Corona­vi­rus sorgt dafür, dass die Arbeit im Homeof­fice in Deutsch­land deutlich zunimmt. Eine aktuelle Befragung des Digital­ver­bands Bitkom (Stand 18. März 2020) unter mehr als 1.000 Bundes­bür­gern zeigt nach Unter­neh­mens­an­ga­ben, dass mittler­weile jeder Zweite (49 Prozent) der berufs­tä­ti­gen Befragten mittler­weile ganz oder zumindest teilweise im Homeof­fice arbeitet. Dass die digitale Technik wie im Homeof­fice dabei helfen könne, die Ausbrei­tung des Corona­vi­rus zu verlang­sa­men, glauben zwei Drittel (65 Prozent). Doch was bringt das Arbeiten daheim noch mit sich?

„In der Krise liegt auch eine Chance für Unter­neh­men und Behörden, sich zukunfts­fä­hig aufzu­stel­len“, sagt BITKOM-Pressesprecher Bastian Pauly auf Anfrage. So werde im Prinzip durch die Krise nach der Krise flexibles, ortsun­ab­hän­gi­ges und zeitun­ab­hän­gi­ges Arbeiten überhaupt möglich. Er ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass es auch zu Verste­ti­gungs­ef­fek­ten kommen wird.“

Ein kleiner Rückblick: 2016 erlaubte knapp jedes dritte deutsche Unter­neh­men (30 Prozent) nach BITKOM-Angaben das ortsun­ab­hän­gige Arbeiten. Kurz vor der Corona-Pandemie seien es nach Angaben von elektrowirtschaft.de nur vier von zehn Unter­neh­men (39 Prozent) gewesen. Eine aktuelle reprä­sen­ta­tive Umfrage über die Anzahl der Unter­neh­men, die aufgrund der aktuellen Situation Homeof­fice anbieten, gibt es nach BITKOM-Angaben nicht.

Homeof­fice: Hygie­ni­scher für die Hände – und für die Seele?
Mehr Hygiene durch weniger Kontakt zwischen den Menschen bewirkt den schnel­le­ren Garaus des Virus, denn die Kurve der schnellen Übertra­gung wird so flacher gehalten. Die Taktik versteckt sich hinter dem Hashtag #flatten­the­curve. Doch bei allen Chancen für die Digital­wirt­schaft und als wichtige Hygiene-Taktik im Kampf gegen den Virus: Was gibt es beim Arbeiten im Homeof­fice noch für die Gesund­heit zu beachten? Ist es mögli­cher­weise gesünder als jeden Tag ins Büro zu fahren?

Laut eines Artikels von Sueddeutsche.de auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 2.000 Beschäf­tig­ten durch das Wissen­schaft­li­che Institut der AOK-Krankenkassen zählen zu den Schat­ten­sei­ten der Heimar­beit, dass sich die Sphären Berufs- und Privat­le­ben auflösen. Wer viel von zu Hause arbeite, so die SZ-Autorin Kristiana Ludwig, leide häufiger unter psychi­schen Problemen wie Erschöp­fung, Konzen­tra­ti­ons­pro­ble­men und Schlaf­stö­run­gen.

Nach der Heimar­beit nicht vergessen, mit den Liebsten zu skypen!
Einen inter­es­san­ten Aspekt fürs Immun­sys­tem bringt die Allge­mein­me­di­zi­ne­rin Vera Hupe: Sie arbeitet mit medizi­ni­scher Hypnose und gibt in ihren Downloads Hinweise zur aktuellen Gesund­heits­si­tua­tion: „Wer gut mit sich allein sein kann, hat hier kein Problem, sondern freut sich vielleicht sogar daran.“  Zusam­men­sein mit Freunden oder Familie stärkt das Gefühl von Freude, Dankbar­keit, Zufrie­den­heit und Sicher­heit und ist somit stärkend für die Selbst­hei­lungs­kräfte und das Immun­sys­tem. (…) Hier könne das Skypen schon helfen.

Potenzial für klare Homeoffice-Regeln helfen
Klare Regeln im Mitein­an­der sind bei der Arbeit im Homeof­fice für die Organi­sa­tion und für jeden Einzelnen essen­zi­ell. Die Wirtschafts­wo­che gibt auf wiwo.de zehn wichtige Regeln für Arbeit­neh­mer im Homeof­fice:

  • Nach Feier­abend abschal­ten
  • Eignung prüfen
  • Selbst­be­wusst­sein entwi­ckeln
  • Verant­wor­tung überneh­men
  • Klare Ziele setzen
  • Richtig kommu­ni­zie­ren
  • Arbeits­rhyth­mus definie­ren
  • Mit Kollegen austau­schen
  • Sorgfäl­tig arbeiten
  • Sich selbst managen
Unabhän­gig davon, ob Heimar­bei­ter im Bett, von der Couch oder vom impro­vi­sier­ten Arbeits­platz in der Küche arbeiten: regel­mä­ßige Ausgleichs­übun­gen sind wichtig. Wenn der neue Heim-Arbeitsplatz nicht ergono­misch einge­rich­tet ist, ist es wichtig, sich selbst mit einem guten Bürostuhl, der richtigen Bildschirm­be­leuch­tung und ergono­mi­scher Tastatur ausein­an­der­zu­set­zen – und der Gesund­heit zuliebe einzu­rich­ten.

5. Tipps zum ergono­mi­schen Sitzen

  1. Passen Sie die Höhe des Arbeits­ti­sches und die Höhe der Sitzflä­che soweit möglich auf die eigenen Körper­maße an
  2. Nutzen Sie sämtli­chen Sitzkrü­cken (Armlehnen, Fußstüt­zen, … )
  3. Nutzen Sie Ihren Arbeits­stuhl vollstän­dig
  4. Sitzen Sie mehrmals täglich für einige Minuten aufrecht. Das schult die Rücken­mus­ku­la­tur:

    • Beide Füße schul­ter­breit fest auf den Boden stellen
    • Mit ausrei­chend Beinfrei­heit sitzen
    • Knie, Arme und Hüfte in einen 90°-Winkel bringen
    • Lordo­se­stütze nutzen
    • Arme auf den Armlehnen ablegen
    • Brustbein nach vorne schieben
    • Schultern nach unten hinten ziehen
    • Kopf als gerade Verlän­ge­rung der Wirbel­säule halten

  5. Sitzen Sie aktiv und dynamisch

Denn klar ist: Nicht jeder hätte sich das Arbeiten im Homeof­fice selbst ausge­sucht, weil er beispiels­weise nicht so diszi­pli­niert ist, seinen eigenen Schreib­tisch genauso früh und regel­mä­ßig anzusteu­ern wie den im Unter­neh­men. Auch das Arbeiten für Eltern oder Allein­er­zie­hende stellt die Nerven auf die Probe. Und das isolierte Arbeiten kann dazu führen, dass man sich weniger verbunden fühlt und ist. Dafür, dass sich Mitar­bei­tende klar aufge­stellt fühlen, dem Unter­neh­men weiterhin verbunden bleiben und sich auch im Homeof­fice selbst­be­wusst behaupten können, müssen die Leitungen klare Regeln und Struk­tu­ren schaffen. Hierfür könnte dann vielleicht dieser Hashtag dienen: #skyro­ckett­he­curve. Auch diese Heraus­for­de­rung wird diese Gesell­schaft samt ihrer engagier­ten Manager und Mitar­bei­ten­den dann rocken.

Wibke Roth

Ich heiße Wibke Roth.  Und ich arbeite am liebsten schreibend und schwitzend – in die Tasten hauend und als Fitness-Trainerin. Man könnte auch schreiben: Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich andere in Bewegung bringe, erlebe ich sie. Meistens bewege ich mich übrigens mit. Ich kann nicht anders. Manchmal gerate ich jedoch auch beim Schreiben ins Schwitzen: je nach Temperatur, Thema und Terminfrist. Wenn mein Sportsgeist außer Atem kommt, haue ich auch gerne einfach `mal ab – in die Berge, ans Meer oder in den Wald. Wenn davon nichts in Sicht ist, haue ich mich einfach aufs Ohr. Das ist sehr gesund und besser als draufloszuhauen – also wild schreiend; dann doch lieber schreibend in die Tasten.

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